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Celestit – natürliche Mineralien und kristalline Drusen
Coelestin – ein Mineral mit himmelblauer Farbe | Mineralien-Steine

Celestit – natürliche Mineralien und kristalline Drusen

Coelestin – ein hellblaues Mineral aus der Gruppe der Sulfate

Coelestin, auch Celestit genannt, ist ein Mineral aus der Gruppe der wasserfreien Sulfate mit der chemischen Zusammensetzung SrSO₄. Es stellt die wichtigste natürliche mineralische Quelle für Strontium dar. Am bekanntesten sind durchscheinende bis transparente Kristalle mit hellblauer Farbe, Coelestin kann jedoch auch farblos, weiß, grau, gelblich oder zart rosafarben vorkommen.

Der Name leitet sich vom lateinischen Wort caelestis ab, das „himmlisch“ bedeutet und auf die typische hellblaue Farbe mancher Kristalle verweist. Coelestin bildet tafelige, prismatische und säulige Kristalle, Drusen, Geoden, körnige Aggregate und massige Ausfüllungen. Sein Glanz ist meist glasartig bis perlmuttartig, besonders auf den Spaltflächen.

Coelestin ist ein relativ weiches und sprödes Mineral mit vollkommener Spaltbarkeit und erfordert deshalb eine vorsichtige Handhabung. Hochwertige blaue Kristalle und Geoden werden vor allem als mineralogische und dekorative Sammlerstücke geschätzt.

Grundlegende mineralogische Daten des Coelestins

Name Coelestin, Celestit
Mineralgruppe Sulfate, Barytgruppe
Chemische Formel SrSO₄
Kristallsystem Orthorhombisch
Farbe Hellblau, farblos, weiß, grau, gelblich bis zart rosafarben
Härte 3–3,5 auf der Mohs-Skala
Dichte Etwa 3,95–3,97 g/cm³
Glanz Glasartig bis perlmuttartig
Transparenz Transparent bis durchscheinend
Spaltbarkeit Vollkommen in einer Richtung, gut in weiteren Richtungen

Wie entsteht Coelestin?

Coelestin entsteht hauptsächlich in sedimentären Umgebungen, in denen sich Strontium mit Sulfationen verbindet. Häufig bildet er sich in Evaporitlagerstätten zusammen mit Gips, Anhydrit, Halit und Baryt. Er kann Hohlräume und Klüfte in Sedimentgesteinen ausfüllen, insbesondere in Kalkstein, Dolomit und Mergel.

An manchen Fundorten entstehen Coelestin-Geoden, deren Innenwände mit gut ausgebildeten Kristallen bedeckt sind. Die Kristallisation erfolgt aus strontium- und sulfatreichen Lösungen, die in Hohlräume des Gesteins eindringen. Langsames Wachstum begünstigt die Bildung transparenter tafelförmiger oder prismatischer Kristalle.

Die hellblaue Färbung steht mit kleinen Störungen der Kristallstruktur und Spurenelementen in Zusammenhang. Die Farbe kann ungleichmäßig verteilt sein und bei manchen Stufen durch langanhaltende Einwirkung von starkem Licht allmählich verblassen.

Die wichtigsten Coelestin-Fundorte

Coelestin kommt an zahlreichen Fundorten weltweit vor. Die einzelnen Lagerstätten unterscheiden sich hinsichtlich Kristallgröße, Farbton, Transparenz und Charakter der mineralogischen Exemplare.

  • Madagaskar: bekannt für hellblaue Kristalle und dekorative Geoden mit fein gefärbtem Coelestin.
  • Ägypten: bedeutende Quelle für blaue Coelestin-Geoden und Kristalldrusen.
  • Polen: klassische Vorkommen in sedimentären Lagerstätten, häufig zusammen mit Gips und Baryt.
  • Großbritannien: historisch bedeutende Fundorte, insbesondere im Raum Bristol und Gloucestershire.
  • USA, Mexiko und Kanada: weitere Fundorte mit Kristallen, Geoden und körnigen Coelestin-Aggregaten.

Häufig gestellte Fragen zum Coelestin

Was ist Coelestin?

Coelestin ist natürliches Strontiumsulfat mit der chemischen Formel SrSO₄ und die wichtigste mineralische Rohstoffquelle für Strontium.

Warum ist Coelestin blau?

Seine hellblaue Färbung steht mit Störungen der Kristallstruktur und mineralischen Spurenelementen in Zusammenhang.

Ist jeder Coelestin blau?

Nein. Coelestin kann auch farblos, weiß, grau, gelblich oder zart rosafarben vorkommen.

Wie hart ist Coelestin?

Er erreicht eine Härte von etwa 3 bis 3,5 auf der Mohs-Skala und ist daher weicher und empfindlicher als Quarz.

Was ist der Unterschied zwischen Coelestin und blauem Calcit?

Coelestin ist Strontiumsulfat mit höherer Dichte, während blauer Calcit aus Calciumcarbonat besteht. Beide unterscheiden sich in chemischer Zusammensetzung, Dichte und Kristallstruktur.

Kann die Farbe von Coelestin verblassen?

Bei manchen hellblauen Exemplaren kann langanhaltende Einwirkung von intensivem Sonnenlicht oder starkem künstlichem Licht zu einem allmählichen Verblassen führen.

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