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Danburit
Danburit – roher Naturkristall | Mineralien-Steine

Danburit

Danburit – ein seltener Borosilikat mit hoher Transparenz und glasartigem Glanz

Danburit ist ein Calcium-Borosilikat mit der chemischen Formel CaB₂Si₂O₈. Er gehört zu den Gerüstsilikaten und kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Meist ist er farblos, weiß, hellgelb bis honiggelb, kann jedoch auch einen rosafarbenen, bräunlichen oder leicht grünlichen Farbton aufweisen.

Das Mineral bildet überwiegend prismatische bis säulenförmige Kristalle mit Längsstreifung. Ihre Endflächen können aus mehreren Kristallflächen bestehen, sodass sie im Aussehen gelegentlich an Topaskristalle erinnern. Danburit unterscheidet sich von Topas jedoch durch seine chemische Zusammensetzung, seine optischen Eigenschaften und in der Regel auch durch seine sehr undeutliche Spaltbarkeit.

Klare Kristalle mit guter Transparenz können als Edelsteine geschliffen werden. Danburit besitzt eine hohe Härte, einen ausgeprägten Glasglanz und eine gute Lichtbrillanz, hochwertiges schleifbares Material ist jedoch vergleichsweise selten. Gut ausgebildete Kristalle auf Muttergestein werden außerdem als mineralogische Sammlerstufen geschätzt.

Grundlegende mineralogische Daten des Danburits

Name Danburit
Mineralgruppe Gerüstsilikate, Borosilikate
Chemische Formel CaB₂Si₂O₈
Kristallsystem Orthorhombisch
Farbe Farblos, weiß, hellgelb, honiggelb, rosafarben bis hellbraun
Strichfarbe Weiß
Härte 7–7,5 auf der Mohs-Skala
Dichte Etwa 2,93–3,02 g/cm³
Glanz Glas- bis Fettglanz
Transparenz Transparent bis durchscheinend

Wie entsteht Danburit?

Danburit entsteht hauptsächlich in Gesteinen, die durch Kontaktmetamorphose verändert wurden. Typisch ist ein geologisches Umfeld, in dem ein heißer magmatischer Körper auf umgebende Karbonatgesteine einwirkt und borreiche Lösungen zuführt. Durch die Reaktion dieser Lösungen mit Calcium und silikatischen Bestandteilen des Gesteins können Danburitkristalle entstehen.

Das Mineral kann in Skarnen, metamorphen Kalksteinen, hydrothermalen Gängen und einigen Pegmatiten vorkommen. Häufig wird es von Calcit, Quarz, Dolomit, Feldspäten, Datolith, Apophyllit, Zeolithen, Pyrit und weiteren Mineralen begleitet, deren Auftreten von der jeweiligen geologischen Lokalität abhängt.

Große transparente Kristalle bilden sich vor allem in offenen Hohlräumen und Klüften, in denen ausreichend Platz für ihr Wachstum vorhanden ist. Fremdstoffe und Störungen der Kristallstruktur können Farbe, Transparenz und das Auftreten innerer Einschlüsse beeinflussen. Farblose und hellgelbe Stücke sind am häufigsten, während intensiv goldgelbe oder rosafarbene Kristalle seltener vorkommen.

Die wichtigsten Fundorte des Danburits

Danburit ist aus mehreren Regionen der Welt bekannt. Die Kristalle der einzelnen Fundorte unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Größe, Farbe, Transparenz und mineralogischer Begleitminerale.

  • Mexiko: Die Region Charcas im Bundesstaat San Luis Potosí ist für große farblose, hellgelbe bis goldgelbe Kristalle bekannt, die häufig gemeinsam mit Calcit und Quarz auftreten.
  • USA: Danbury in Connecticut ist die Typlokalität, nach der das Mineral benannt wurde; weitere Vorkommen sind auch aus dem Bundesstaat New York bekannt.
  • Japan: Klassische Fundorte lieferten gut ausgebildete prismatische Kristalle aus kontaktmetamorphen Gesteinen.
  • Myanmar: Eine Quelle für transparentes Material, das sich teilweise auch zum Edelsteinschliff eignet.
  • Madagaskar, Tansania und Russland: Weitere bedeutende Vorkommen von Danburit als Sammlermineral und stellenweise auch als transparentes Edelsteinmaterial.

Häufig gestellte Fragen zum Danburit

Was ist Danburit?

Danburit ist ein selteneres Calcium-Borosilikat, das überwiegend transparente bis durchscheinende prismatische Kristalle bildet.

Welche Farbe hat Danburit?

Am häufigsten ist Danburit farblos, weiß oder hellgelb. Bekannt sind jedoch auch honiggelbe, rosafarbene und hellbraune Kristalle.

Warum ähnelt Danburit dem Topas?

Beide Minerale können klare, längliche Kristalle mit ähnlich ausgebildeten Endflächen bilden. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer chemischen Zusammensetzung, Kristallstruktur, Dichte und Spaltbarkeit.

Ist Danburit selten?

Danburit ist als Mineralart nicht außergewöhnlich selten. Große, klare, unbeschädigte und ästhetisch ausgebildete Kristalle sind jedoch wesentlich weniger häufig.

Wie hart ist Danburit?

Danburit erreicht eine Härte von 7 bis 7,5 auf der Mohs-Skala. Damit ist er härter als gewöhnliches Fensterglas und nähert sich der Härte von Quarz oder Topas.

Wird Danburit als Edelstein verwendet?

Ja. Transparentes Material mit guter Reinheit kann facettiert werden. Geschliffener Danburit ist auf dem Markt jedoch weniger verbreitet als bekanntere farblose und gelbe Edelsteine.

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